Es ist Montag 31 Juli 2017 und Kiki nimmt Euch mit nach Nsefu

Hallo zusammen, ich hoffe es geht Euch gut und Ihr seid schon gespannt darauf zu lesen, was es an aufregenden Geschichten aus dem Süd Luangwa zu berichten gibt. Wie Ihr aus der Überschrift entnehmt richten wir unsere Aufmerksamkeit heute nach Nsefu, wohin Kiki gerade unsere Gäste Monique und Johannes Eizema begleitet hat. Als ich hörte, dass Kiki in den Nsefu-Sektor starten würde, erinnerte ich mich spontan an ein Erlebnis vor 14 Jahren. Damals fuhr Kiki mich nach Tena Tena und er brauchte eine geschlagene Stunde, um die Zufahrt in das Camp zu finden. Nun, Ihr könnt natürlich ganz beruhigt sein, denn Kikis Ortskenntnisse und Erfahrungen haben sich seither dramatisch verbessert, und all seine Berichte von aufsehenerregenden Erlebnissen dort sind sichtbarer Beweis für seine Klasse.

An dieser Stelle auch mein Dank an Monique und Johannes, die uns an ihren tollen Bildern teilhaben lassen und damit dokumentieren, welch großartige Tierbeobachtung in Nsefu möglich ist.

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Was also haben die drei erlebt? Zunächst sind es Elefanten, die jetzt den Fluss regelmäßig ganz in der Nähe des Camps durchqueren, was zu beobachten immer ein Vergnügen ist. Dieses Jahr scheint es besonders viel Nachwuchs zu geben. Aufregend ist es, wenn sich die Babys im Morast der austrocknenden Lagunen suhlen, dabei stecken bleiben und anfangen panisch zu werden, bis Mutter oder Tante ganz locker mit dem Rüssel nachhelfen!

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Dann haben wir jetzt schon viele Büffel, die sich zu großen Herden vereinigen, eine davon sogar mit schätzungsweise 500 Tieren, was für diese Jahreszeit ungewöhnlich ist. Das bedeutet natürlich potentielle Beute für die Löwen. Einen stattlichen Löwen haben sie beobachtet, der einem vom Kampf gezeichneten Büffel folgte, doch der schaffte es wieder zurück in den Schutz der Herde und überlebte damit für den Augenblick. Wie es überhaupt gegenwärtig Löwen in rauen Mengen zu geben scheint.

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So wurden vier Löwinnen zusammen mit einem stattlichen Mähnenträger erkannt, die wohl im Begriff sind, ein neues Rudel zu etablieren. Wir sind gespannt, was passiert, woher sie kommen, und vor allem darauf, wie der Kampf um das Revier mit dem angestammten Nsefu-Rudel ausgehen wird, dem es zwar noch gut geht, das aber zunehmend verunsichert ist, weil ein neuer Löwe in das Territorium eingedrungen ist. Die Löwinnen verhalten sich zusammen mit ihrem letztjährigen Nachwuchs ziemlich verrückt, bis dahin, dass sie kürzlich abends unmittelbar durch das Camp gerannt sind auf der Flucht vor dem neuen Männchen. Eine der Löwinnen blieb dann sogar den ganzen nächsten Tag versteckt unter den Solar-Paneelen, um schließlich nachmittags einen schönen Schattenplatz zwischen Zimmer 1 und 2 zu finden. Kiki und der Spurenleser hatten alle Mühe, sie zu verscheuchen, damit die Gäste schließlich ihr Zimmer verlassen und zum Nachmittagstee kommen konnten. Die Lage beruhigte sich erst, als die Löwinnen sich wieder zur Jagd vereinigten, in der Gegend der Storchkolonie ein Puku erbeuteten und damit eine vorzügliche Mahlzeit hatten.

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Auch Leoparden können in Nsefu wunderbar beobachtet werden, so ein Weibchen mit 3monatigem Jungen mit einem Pavian als Beute. Oder eine andere Leopardin mit etwas älterem Nachwuchs.

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Jetzt ist auch die Zeit, in der die Lagunen austrocknen, und so kommt es zu einer Vielzahl von Fischer-Partys mit Sattelstörchen, Marabus und Nimmersatt-Störchen, jedoch bisher noch keinen Pelikanen, die wir aber in Kürze erwarten. Die sind ja die B 52-Bomber des Himmels, da nur schwer nachvollziehbar ist, wie sie mit ihren massigen Körpern überhaupt vom Boden abheben können. Dieses Jahr scheint es auch besonders viele Schwärme von Erdbeerköpfen zu geben, Vögel, die in großen Schwärmen auf dem austrocknenden Boden landen, ihn in eine leuchtend-grünen Teppich verwandeln, bevor sie plötzlich wieder alle zusammen auffliegen und Schutz im Gebüsch suchen. Ich bin sicher, von jetzt bis zum Einsetzen der Niederschläge wird ihre Zahl noch beträchtlich zunehmen.

So, das war es für den Augenblick, und wie Ihr erkennt, hatte Kiki eine Vielzahl herausragender Wildniserlebnisse während seiner Zeit in Nsefu. Ich bin mir sicher, dass dies dort auch so bleiben wird und wir können gespannt sein, im weiteren Saisonverlauf noch mehr zu lesen. Doch für den Augenblick kann ich Euch nur herzlich Lebewohl sagen, ich wünsche Euch eine schöne Woche mit viel Grund zum Lachen, passt auf Euch auf.

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