Es ist Montag 11 September 2017 mit Blick in den Nsefu-Sektor

Ich hoffe es geht Euch allen gut und Ihr hattet ein tolles Wochenende. Ich möchte mich an dieser Stelle gar nicht lange aufhalten, sondern umgehend zum zweiten Teil des Berichts über Neil Andrews Besuch mit seinen Freunden Ian und Jane im Luangwa überleiten. Andrew, Du hast das Wort:

“Nach unserer viertägigen Wandersafari haben Jane, Ian und ich zwei weitere Tage in Nsefu Sektor im Südluangwa-Nationalpark verbracht.

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Ein Gefühl der Heimkehr erfüllte uns bei der Ankunft auf der anderen Seite des Luangwa, und das nicht nur wegen der Begrüßung durch Sebastian, sondern zugleich wegen des Wiedersehens mit Julius und Braston. Alle drei hatten uns in den zurückliegenden Jahren bereits im Busch begleitet, sind wir doch RPS-Veteranen, zumindest nach unseren Kriterien, wohl wissend, dass es bei RPS Stammgäste gibt, die schon seit Jahrzehnten immer wieder aufs Neue zurückkommen.

Auch das Camp Nsefu erfüllte uns mit heimatlichen Gefühlen, die wunderschönen historischen Zimmer, im Lauf der Jahre modernen Bedürfnissen moderat angepasst, aber den ursprünglichen Charakter bewahrend, ebenso die Bar und Lounge, und immer der Blick auf das viel frequentierte Wasserloch zur Rechten, und natürlich auf den allgegenwärtigen Flußlauf des Luangwa … direkt voraus, links, und rechts? Einfach magisch.

Als Krönung schließlich die Safarifahrten.

Während unseres insgesamt sieben Nächte umfassenden Aufenthaltes im Südluangwa-Nationalpark beobachteten wir mehr als 100 Vogelarten, was nach Meinung von Sebastian für die Jahreszeit außergewöhnlich sei. Ich selbst bin ein unbedingter Bienenfresser-Fan. Wir wurden Zeuge der beginnenden Rückkehr des Karminspints, während sich die Schwalbenspinte bereits in Scharen um ihre Nester an den Felswänden tummelten. Eines Abends sahen wir bei der Rückkehr zum Camp sechs kleine Bienenfresser eng aneinandergeschmiegt auf einem Zweig … ein Verhalten, das ich bisher nur in kalten Morgenstunden beobachten konnte. So gibt es auf Safari immer wieder neue Erlebnisse – und man sollte unbedingt nur dem vertrauen, was man selbst sieht, und nicht ausschließlich in Büchern Gedrucktem Glauben schenken!

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Überaus interessant ist, was in Vogelbüchern dokumentiert und was dort nicht erwähnt wird hinsichtlich der Veränderungen des Federkleids während eines Jahreslaufs. Und auch hinsichtlich der Namensänderungen … sollte ich schweigen (was ja schon einiges aussagt) und stattdessen den Weißbauch-Nektarvogel erwähnen, der es mir erlaubte, ihn in seiner ganzen Schönheit zu fotografieren.

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Bleibt mein Lieblingserlebnis während unserer diesjährigen Tour im Nsefu Sektor zu erwähnen –eine wunderschöne Leopardin, die einen Krokodilkadaver am Ufer des Luangwa untersuchte, dabei jedoch unsicher war, ob das Reptil auch tatsächlich schon tot wäre, und die daher ausgesprochen vorsichtig vorging.

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Zudem sahen wir eine Vielzahl von Giraffen jeder Größe und Alters, von verspielten Jungtieren bis hin zu uralten Bullen, deren Köpfe knorriger Baumrinde glichen.

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Nicht zu vergessen all die Elefantenherden, in deren Mitte sich immer Jungtiere befinden, und Jason Alfonsi’s sonore Stimme, die die Muttertiere und die Herdenführerinnen stets überzeugte, dass wir in friedlicher Absicht unterwegs waren. (dies erinnerte mich an die Löwin Liuwa und das gleiche Phänomen, wie diese dem Charme von Jason’s beruhigender Stimme in der Liuwa-Ebene unterlag).

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Die morgendlichen Teepausen waren ebenso erlebnisreich, wenn wir dabei die Pflanzenwelt näher untersuchten und so das Leben der Insekten zum Beispiel im herabgefallenen Laub untersuchten.

Schließlich noch die Sonnenauf- und untergänge am Lunagwa, die Veränderung der Farbtöne, wenn die Sonne hinter den Baumwipfeln versinkt und Jane, Ian und ich uns immer wieder versicherten, dass wir viel zu lange nicht mehr hier gewesen waren.“

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Was ein wunderschöner Bericht, ich danke Dir Neil, da hattet Ihr ja wirklich eine tolle Zeit mit so vielen abwechslungsreichen Erlebnissen, an denen Du uns teilhaben läßt. Und ich werde jetzt nicht versuchen, noch weiteres hinzu zu fügen, hat Neil doch tatsächlich den Kern dessen beschrieben, was die Safaris im Luangwatal ausmacht.

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Stattdessen verabschiede ich mich herzlich mit den besten Wünschen für eine schöne Woche mit viel Grund zu Freude und Lachen.

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