Es ist Montag 15 Januar 2018 ein Flusspferd-Festmahl

Hallo miteinander, ich hoffe es geht Euch gut und Ihr konntet ein schönes Wochenende im neuen Jahr genießen. Macht es Euch gemütlich, doch bitte verzichtet auf einen Snack während Ihr Euch hinsetzt, um den heutigen Newsletter zu lesen.

Wo soll ich anfangen, wenn ich davon berichte, wie Simon, Shanie und die Mädchen über ein längeres Wochenende bei uns in Malawi waren, um den Busch zu erkunden und zu sehen, was sie an wundersamen Tieren finden könnten. Der erste Tag begann gleich ordentlich mit hübschen Ruhmeskronen-Blüten, Riesenlibellen und wie üblich Elefanten, die gemütlich durch das frische grüne Gras wanderten.

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Es dauerte schließlich nicht lange, bis ein eher unangenehmer Geruch ihre Nasen irritierte, und gleichzeitig das unverkennbare Kichern von Hyänen zu hören war. Diesen Zeichen folgend erreichten Sie bald eine ebenso aktive wie stinkende Szene, in der ein im Schlamm der Lagune verendetes Flusspferd lag, und eine ganzes Hyänen-Rudel sowie etliche Geier sich an dem Kadaver des armen Tieres zu schaffen machten. Zwar hält man es kaum längere Zeit im Gestank einer solchen Szene aus, doch das Geschehen selbst ist ausgesprochen aufregend. Die Hyänen arbeiteten gemeinsam, um die landenden Geier daran zu hindern, sich einen Bissen abzuholen, grad so, als gäbe es nicht genug Nahrung für alle!! Sie blieben also solange wie es ihre Nasen zuließen bei diesem Geschehen, bis es dann doch Zeit wurde, weiterzufahren und frische Luft zu schnappen!

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Derart hatte sie diese Szene in ihren Bann gezogen, dass sie am nächsten Morgen entschieden, noch einmal dorthin zu fahren. Jetzt waren es zwei Löwinnen, die sich der Beute näherten – oder es zumindest versuchten. Noch saßen sie nämlich nur auf der anderen Seite der Lagune den Hyänen gegenüber in Positur, knurrten und versuchten, so groß und angsterregend auszuschauen wie irgend möglich, waren sich aber wohl bewusst, dass sie 8 Hyänen nicht gewachsen sein würden, und das noch bevor die Hyänen überhaupt Anstalten machten, den möglichen Angreifern zu begegnen und klar zu machen, wer an diesem Tisch der Boss wäre. Schließlich jagten sie die Löwinnen (unmittelbar hinter einem unserer Beobachtungsfahrzeuge!), die nach einem kurzen Moment des Mutes einsahen, dass es in ihrem unbedingten Interesse sei, sich so schnell wie möglich zu trollen. Da die Hyänen aber tatsächlich rasend schnell waren blieb den Löwinnen nichts anderes übrig, als einen nahen Baum zu erreichen und sich in dessen Blattwerk zu flüchten.

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Darüber ziemlich verlegen versuchten sie schließlich, durch gelegentliches Zähnefletschen ihre Würde zurückzuerlangen, doch tatsächlich mussten sie ihre Niederlage eingestehen und zogen sich schließlich vorsichtig zurück.

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Nach diesen überwältigenden Eindrücken war es an der Zeit, sich den zwar kleineren, aber deshalb nicht weniger wundersamen Ereignissen im Busch zu widmen, so einem Baumhopf, der seinen Ast gegen ein Eichhörnchen verteidigte. Oder einem Nimmersatt-Storch und einem Graureiher, die wegen eines Fisches in der Lagune einen Streittanz austrugen.

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Nun könnte ich noch Geschichte um Geschichte weiterschreiben, doch irgendwann kommt halt doch der Punkt, an dem ich aufhören muss, Eure Aufmerksamkeit vom Tagesgeschehen abzulenken. In dem Sinn ende ich hier, wünsche Euch allen eine schöne Woche, genießt die Zeit mit Humor und vergesst nicht, aufeinander Acht zu geben.

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