Es ist Montag 22 Januar 2018 und die “River Journeys” starten

Ich hoffe es geht Euch allen richtig gut und Ihr startet in eine wunderschöne neue Woche. Was aber kann ich unsererseits neben diesen Wünschen zum Gelingen beitragen?

Natürlich weiß ich, dass alle unsere Leser darauf aus sind, an dieser Stelle über die aktuellen Tierbeobachtungen informiert zu werden. Lasst mich aber dennoch damit beginnen, dass Luangwa River Camp und Nsefu heute mit den Safaris für die ‚Grüne Saison‘ einsteigen. Täglich holen wir in den kommenden Monaten morgens zunächst Informationen über den Wasserstand des Flusses ein, um zu erfahren, ob die Bedingungen die Fahrt nach Nsefu zulassen. Vergangene Woche haben wir für den Transport auf dem Wasser genutzt – alles vom Baumaterial bis zum Salatkopf hat so den Weg mit unserer RPS-Flotte zurückgelegt. Unsere Mitarbeiter haben dabei auch vom Fluss aus viel Wild gesehen, von hungrig dreinschauenden Krokodilen über Elefanten, die sich ihre Rüssel voll Wasser pumpten, bis zum flüchtigen Blick auf einen Löwen. Im Camp selbst sind alle eifrig damit beschäftigt, die Ausstattung zu putzen und zu pflegen, und so sind wir abends richtig erschöpft und genießen es, dem wunderbaren Sound des Buschs zu lauschen. Ich werde Euch so schnell wie möglich wieder über die Neuigkeiten aus dem Busch informieren, doch in Erwartung der ersten Gäste heute würde ich im Augenblick an dieser Aufgabe scheitern.

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In Nkwali hingegen hatten wir wieder unglaubliche Begegnungen in der Wildnis und lebendige Eindrücke aus allen Ecken. So ist unser einsames Flusspferd wieder zurück in der Nkwali-Lagune und wir beobachten es dort, wie es sich genüsslich im Wasser suhlt. Gesellschaft hat es neuerdings von einem Krokodil, das wir regelmäßig am Ufer der Lagune beim Sonnenbad sehen, zum Glück jenseits der Speiseplattform, und – das sei noch angemerkt, es ist ein ziemlich kleines Krokodil.

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Schließlich wird Nkwali aktuell von Elefanten förmlich umzingelt – als Rob und ich Ende letzter Woche zum Luangwa House fuhren, waren ohne Übertreibung bestimmt 100 Elefanten in unmittelbarer Nähe, das ist unglaublich eindrucksvoll, sie waren einfach überall. Und in der Herde gibt es ganz viele sehr kleine, die uns natürlich immer wieder besonders faszinieren.

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Im Park werden vereinzelte Gnus beobachtet, die wohl gerade dabei sind, sich mit Artgenossen zu vereinen, worauf wir sehr hoffen. Denn auch die Zahl der Raubtiere nimmt zu, so haben Gäste zuletzt mehrmals Leoparden und Wilde Hunde gesehen. Fred war gerade mit Gästen beschäftigt, einen Büffel zu beobachten, da bemerkte er plötzlich in der Nähe eine Hyäne, die sich zielstrebig einem Baum näherte und am Stamm witterte. Als sie in deren Nähe fuhren um nachzuschauen, was dort los sei, erkannten sie eine Leopardin mit Jungem, die in sicherer Entfernung an einem Puku-Jungtier fraßen.

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Auch die Wilden Hunde lassen sich immer wieder blicken, doch ein Höhepunkt war die Begegnung mit ihnen während einer Wanderung. Das Rudel mit 21 Tieren war gerade dabei, seine Beute zu fressen (wir konnten nicht erkennen was es war, denn wir wollten die Hunde nicht aufschrecken) doch nach dem ausgelassenen Gekläffe und Treiben zu beurteilen hatte es sich gelohnt. Nach der Wanderung fuhren die Gäste mit dem Geländewagen zum “Tatort” zurück, um die Spuren zu lesen. Die Hunde waren längst weg, doch ihre Stelle hatte eine Hyäne eingenommen, die dafür sorgte, dass auch ja nichts von der Beute verkommt.

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Bleiben noch die Löwen, von denen wir zuletzt nichts mitbekommen haben. Obwohl wir ihr Brüllen nachts immer wieder hören, halten sie sich tagsüber einfach versteckt. Doch ich bin mir sicher, dass sie schon sehr bald wieder auftauchen werden.

Ihr seht, es ist einiges los hier, und mit der Eröffnung von River Camp und Nsefu werden wir in Kürze noch viele Geschichten mehr zu erzählen haben. Für heute lasse ich es mit diesen beispielhaften Eindrücken bewenden, hoffe, dass Ihr eine wunderbare Woche vor Euch habt mit viel Grund zur Freude, achtet aufeinander und seid herzlich gegrüßt.

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