Es ist Montag 12 Februar 2018 und Nachrichten vom John’s Camp

Hallo miteinander, ich hoffe Ihr hattet ein wunderbares Wochenende. Ich weiß natürlich, dass ich für diese Woche Neuigkeiten aus Nsefu angekündigt hatte, und dazu gibt es auch einiges zu berichten, aber zunächst möchte ich Euch zu einem kleinen Ausflug nach Zimbabwe mitnehmen. Zu dieser Jahreszeit ist unser John’s Camp zwar aus Gründen der Erreichbarkeit für Gäste geschlossen, doch unser Manager Milo war kürzlich zur Inspektion im Mana Pools Nationalpark und hat von dort einen aktuellen Erfahrungsbericht mitgebracht. Milo, Du hast das Wort:

Unser Besuch im Mana Pools startete nach einer Nacht, in der es mit 20 mls heftig geregnet hatte, und wir begegneten sofort einem der Löwenrudel von Mana, sowie Boswell, unserem ‚tanzenden‘ Elefanten. Boswell ist ein in Mana Pools einzigartiger Elefantenbulle, der die Fähigkeit entwickelt hat, nur auf seinen Hinterbeinen stehend nach den Früchten in den Kronen der Anabäume zu greifen. Dies verleiht ihm einen Höhenvorteil von 2,5 Metern gegenüber den anderen Elefanten in der Schwemmebene und macht ihn zu einem beliebten Anführer bei allen, die seinen Spuren folgen. Boswell ist zudem mit überaus großen Stoßzähnen gesegnet, was ihn neben seinem ‚Tanz‘ zu unserem begehrtesten Fotomotiv macht. Dieses große Interesse ist auch der Grund, warum er mit einem Sender für GPS-Daten ausgestattet ist, der seinen Standort 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr dokumentiert.

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Während wir in Mana waren, konnten wir die Vorzüge unseres neuen Sternen-Decks kennenlernen und 2 Nächte auf dem dortigen Sleep Out genießen, was angesichts annähernden Vollmonds einzigartig war. Das Deck hatten wir erst Ende letzten Jahres als Ergänzung unseres Angebotes gebaut und wir können es jetzt künftigen Gästen nur empfehlen; das Deck steht bereit und erwartet Euch als ein einmaliger Ort, um dort unter freiem Himmel zu übernachten, den aufregenden Lauten der afrikanischen Wildnis zu lauschen und zugleich ins Firmament zu schauen, das mit tausenden Sternen und fernen Galaxien begeistert.

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Der Sonnenaufgang über der Ebene hinter dem John’s Camp ist nach dem magischen Erlebnis des Nachthimmels ähnlich spektakulär. Die Ebene ist ein wasserreiches Gebiet, in dem unsere Gäste oftmals Löwenrudel sehen, die dort trinken und sich nach harter Nachtarbeit ausruhen! Und zum Schluss dieses Montag-Berichts über besonders schöne und typische Szenen haben wir noch eine Landschaftsaufnahme der Schwemmebene im Vordergrund von John’s Camp bis hin zum Flusslauf des Sambesi, hier vom Camp flussaufwärts geblickt, und wieder Land unter!

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Danke Milo, und nun noch ein Blick nach Nsefu, wo unsere letzten Gäste wunderbare Erlebnisse hatten, die hier Michael, der sie begleitet hatte, zusammenfaßt:

Wohl niemand wird die Schönheit verkennen, die Nsefu zur smaragdgrünen Saisonzeit nach einem regnerischen Nachmittag mit “londontypischem”- Wetter vom Fluss aus bietet! Ohne es zu ahnen sollten wir in Kürze tatsächlich überaus verwöhnt werden. Braston, der uns an diesem Tag führte, meinte einen flüchtigen Blick auf einen Wild Dog gehabt zu haben, was von unserer Gruppe jedoch nur mit Skepsis quittiert wurde. Braston jedoch war sich seiner Sache absolut sicher. Also legten wir an und erklommen das Ufer, um mögliche Spuren des einsamen Hundes aufzunehmen, was sich bald als ein sehr lohnendes Unterfangen erwies, da uns die Spur tatsächlich zu einem Rudel von 15 Tieren führte. Offensichtlich hatten sie soeben erst reiche Beute gemacht und waren in übermütiger Laune. Nach den üblichen Begrüßungsritualen unterhielten sie uns mit kleinen Verfolgungsjagden, während der sie zu jeder passenden Gelegenheit miteinander rauften und sich gegenseitig abschleckten. Ein unglaubliches Erlebnis, bei dem wir das Verhalten der Tiere völlig unverfälscht beobachten konnten. Unser Dank gilt Brastons guten Augen und seiner Geduld! Ein aufregender Tag auf Safari während der smaragdgrünen Saison!

Wahnsinn, ich hoffe es hat Euch Spaß gemacht zu erfahren, was sich hier so alles tut. Ich selbst schließe an dieser Stelle und begebe mich selbst in den Regen, der hier in den vergangenen Tagen regelmäßig fällt und gehe meiner üblichen Arbeit nach. Euch wünsche ich eine gute Woche mit viel Grund zur Freude und Lachen, und denkt daran, aufeinander Acht zu geben.

 

 

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