Es ist Montag 26 Februar 2018 und Wilde Hunde-Chaos!

Seid herzlich gegrüßt miteinander, ich hoffe es geht Euch gut und Ihr habt etwas Muße für Neuigkeiten aus dem wunderschönen Luangwa-Tal, das derzeit eine Zwischen-Trockenzeit durchläuft. Beginnen möchte ich mit der Ankündigung eines Berichts über den gegenwärtigen Besuch von David Rogers, der nächste oder übernächste Woche unschlagbar interessant werden sollte. In Vorbereitung einer weiteren seiner tollen Fotokurs-Safaris ist Rogers bereits vor seinen Gästen bei uns eingetroffen und wir haben einen mehrtägigen Workshop organisiert, in dessen Verlauf einige unserer Guides zu den Themen Licht, Position und Komposition geschult werden, um ihnen ein tiefergehendes Verständnis für die Bedürfnisse unserer Gäste beim Fotografieren und auch bei der allgemeinen Wildbeobachtung zu vermitteln. Noch ist die Gruppe im Busch unterwegs, doch sobald sie zurück sind werden wir erfahren, wie alles funktioniert hat und was sie erlebt haben.

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Nach diesem Appetitanreger möchte ich Eure Aufmerksamkeit nun aber wirklich auf einige Beobachtungen lenken, die uns zuletzt vergönnt waren… Dank der jahreszeitlich ungewöhnlichen Trockenheit hier haben sich riesige Elefantenherden rund um Nkwali versammelt. Vor wenigen Tagen erst zählten wir allein zwischen Luangwa House und Robins House etwa 100 Elefanten, dabei war alles vertreten von stattlichen Bullen bis hin zu ganz jungem Nachwuchs. Ich bin sicher dass niemand, der herkommt und die Möglichkeit hat zu sehen, wie diese unglaublichen Giganten friedlich und ruhig durch den Busch wandern, dies als Zeitverlust einschätzen wird.

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Geräuschvoller geht es dann schon bei den Leoparden zu, die wir zuletzt häufig im und außerhalb des Nationalparks sehen. Erst vor wenigen Tagen wurden Gäste Zeuge einer kompletten Jagd vom Beginn (oder zumindest fast dem Beginn) bis zum Ende, da sie die Annäherung und schließlich erfolgreiche Jagd einer Leopardin nach einem Impala verfolgten. Es ist immer wieder aufregend, eine solche Situation mitzuerleben.

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Apropos Jagdszenen zwischen Raubtieren und Impalas, eine solche hatten wir vor ein paar Tagen auch mit Wilden Hunden, die ganz nah bei Nkwali ein Impala stellten. Dieses sahen wir ganz unvermittelt aus dem Busch vorpreschen, mit weit aufgerissenen Augen und von Panik gezeichnetem Gesicht, und das mit gutem Grund, denn im unmittelbaren Gefolge zeigten sich 3 Wilde Hunde. Diese waren jedoch lediglich das Führungstrio, der Rest des Rudels mit ungefähr 30 Tieren folgte kurze Zeit später nach. Leider hielten sie sich vom Weg fern und verlagerten die Jagd in zu dieser Jahreszeit unzugängliche Gebiete, so dass wir das Geschehen nicht weiter verfolgen konnten, doch ist zu befürchten, dass es das Ende des armen Impala bedeutete. Als wäre dies noch nicht genug von den Wilden Hunden hatten wir zuletzt auch mehrere Begegnungen mit ihnen in der Umgebung des Luangwa River Camp, wo sie sich zumeist mit vollgefressenem Wanst nach erfolgreicher Jagd im Schatten erholten und die Beute verdauten, was immer sie auch erlegt haben mochten! Tatsächlich waren sie so vollgefressen und schläfrig, dass sie kaum aufmerkten, als ein Puku versehentlich in den unmittelbaren Lagerplatz des Rudels gelangte. Der Puku gab ein kurzes Schrecksignal von sich und verließ schnellstmöglich den Schauplatz, dankbar dafür, den Wilden Hunden im Augenblick von deren Pause und nicht zu einem anderen Zeitpunkt begegnet zu sein. Auch die Gäste von Nsefu berichten vom Zusammentreffen mit Wilden Hunden während ihrer Wanderungen, was immer ein Höhepunkt ist, nicht zu vergessen die Sichtungen von Löwen und Leoparden, die sie außerdem hatten. Insgesamt ist es die Gunst der Jahreszeit, dass der Busch so dicht und üppig gewachsen ist, womit sich ausreichend Deckung bei der Annäherung an das Wild bietet.

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Natürlich tut es mir sehr leid, wenn ich Euch mit meinem Bericht von solcherart Beobachtungen neidisch mache. So will ich mich an dieser Stelle zurückhalten und nicht weiter fortfahren, sondern lediglich noch darauf hinweisen, dass wir gegenwärtig Woche für Woche so wie beschrieben verwöhnt werden! Zum Abschluss wünsche ich Euch eine wunderbare Woche mit viel Grund zur Freude, achtet aufeinander und seid herzlich gegrüßt.

 

 

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