Es ist Montag 12 März 2018 mit Neuigkeiten von Liwonde

Hallo miteinander, ich hoffe Ihr seid wohlauf und blickt auf ein tolles Wochenende zurück. Und natürlich wünsche ich einen guten Start in die neue Woche. Was gibt es hier? Dazu werden wir uns heute über die Grenze nach Malawi begeben und Eindrücke von dort aufnehmen, nicht nur aus den Parks, sondern auch vom Fortschritt des neuen Camps, das wir bauen – Kuthengo Camp!

Dazu beginne ich am besten mit der tollen Nachricht aus dem Liwonde Nationalpark … dort wurden Löwen erfolgreich ausgewildert! Ja super! Dies ist umso beeindruckender, da es sich bei den beiden männlichen Löwen um Sapitwa und Chimwala handelt, jene zwei Löwen also, die 2012 bereits im Majete Reservat angesiedelt worden waren. Seither hat sich die Löwenpopulation dort so phantastisch entwickelt, dass African Parks und die nationale Nationalparkbehörde entschieden haben, dass diese beiden Prachtexemplare auch für eine Löwen-Ansiedlung im Liwonde geeignet wären. Nach monatelangen Vorbereitungen wurde mit der Umsiedlung nun der erste Schritt umgesetzt, um sie zunächst in einem Freigehege zu akklimatisieren. Dort scheinen sich die beiden bereits richtig wohl zu fühlen, denn sie tun grad so als hätte sich nichts verändert, sie verbringen die Tage dösend im Schatten eines Baumes, wie es Löwen ja grundsätzlich tun. Bald schon wird man sie in die Wildnis entlassen, und folgend ist geplant, 2 weitere männliche Tiere und 5 Löwinnen anzusiedeln. Ich bin zuversichtlich, dass Sapitwa und Chimwala die Neuankömmlinge gut integrieren und mit ihnen ein erfolgreiches Rudel bilden werden.

5baaf727add1a7e23fefa9c76e93cc6efc8555e5a42eb4938a899a62829035d7Löwenfotos von African Parks

Nachdem also der viele Jahre fehlende Alarmruf der Paviane im Liwonde Nationalpark wieder zu hören ist, schauen wir mal, was sich im neuen Camp so tut. Ihr könnt Euch gewiss vorstellen, dass so kurz vor der Inbetriebnahme des Camps fieberhaft daran gearbeitet wird, alle erforderliche Technik und Systeme zum Laufen zu bringen. Nancy und Neil leiten die Arbeiten vor Ort und geben uns hier einen Eindruck vom Stand des Geschehens:

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“Die Arbeiten hier in Liwonde laufen auf Hochtouren und wir freuen uns schon sehr auf die Eröffnung vom Camp Kuthengo. Nach vielen Monaten der Planung konnten wir schließlich Ende letzten Septembers mit den Bauarbeiten beginnen und seither alle erforderlichen Systeme Zum Laufen bringen! Zunächst konzentrierten wir uns darauf, die eigentliche Camparchitektur einschließlich der Positionierung der einzelnen Bauteile im Gelände zu entwickeln. Zudem wurde der Zugang in das Camp, der jetzt direkt auf einen Baobab Baum zuläuft, phantastisch gestaltet. Als nächstes standen die Fundamente und die Grundarbeiten an, was einen Eindruck davon vermittelte, wie das Camp am Ende ausschauen würde. Jetzt also sind alle Vorbereitungen getroffen und wir warten auf die Ankunft der Zelte – was ein grandioser Tag sein wird.

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Während wir also in den zurückliegenden Monaten das Camp bauten, hatten wir zugleich das Glück, einige aufregende Wildbeobachtungen zu erleben. Zeitgleich mit der Ankunft des Bauteams entschieden die hier heimischen Krokodile, sich an einen ruhigeren Platz flußabwärts zu verkrümeln! Das war für uns eine enorme Erleichterung, da wir die Bauarbeiter aus dem nächstgelegenen Dorf ja täglich mit dem Boot über den Fluss bringen müssen. Dennoch tauchen einige Krokodile gelegentlich auf und schauen nach dem Baufortschritt. Zu Beginn der Arbeiten trafen wir auch noch auf einige besonders interessierte Elefanten, Wasserböcke, Impalas, Paviane und Flusspferde, die allesamt auf der Baustelle nach dem Rechten schauten. Ihr Hauptinteresse galt natürlich den vielen Menschen, und so gab es manche Situation der Konfrontation von Auge zu Auge zwischen unserem Team und den Tieren. Mit der Zeit aber sind alle Beteiligten zunehmend entspannt, ignorieren einander und lassen inzwischen den anderen seinen Job tun.

In der Rückschau waren die Flusspferde wohl unsere größte Herausforderung während der Bauarbeiten, weil sie besonders gern nachts auf der Baustelle herumstampfen, immer darauf aus, für den Folgetag vorbereitete Baumaßnahmen niederzutrampeln! Wenn wir nachts hören wie sie sich untereinander verständigen, müssen wir immer lachen, weil es sich wie eine Bande kichernder Jugendlicher anhört, die sich zu allerlei Unfug verabreden und im Morgengrauen ins Wasser zurückziehen, um sich dort den Tag darüber zu amüsieren, dass wir die Arbeit von vorne beginnen müssen.

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Letztes Jahr waren erste Geparden im Liwonde angesiedelt worden und im Oktober wurden die ersten Jungen seit mehr als 100 Jahren im Park geboren. Neil war überaus glücklich, dass er 2 Begegnungen mit einem Geparden und einer Gepardin hatte. Zusammen mit den Löwen, von denen Emily bereits eingangs dieses Newsletters berichtet hat, ist es somit hinsichtlich der Safarimöglichkeiten im Liwonde besonders erfreulich, dass der Nationalpark nun offiziell Heimat der Big 5 ist!

f36c3acdde718bb4876a67d14ed6dce8da8d04a2145d31c6af7b243fbe9c81d0Gepard Fotos von African Parks

So sehr wir im Moment auch gefordert sein mögen, wir sind dennoch unwahrscheinlich glücklich, an einem solch schönen Ort arbeiten zu dürfen, unter dem freien Himmel Afrikas, nur einen Steinentwurf vom Ufer des Shire entfernt, mit Flusspferdgruppen, der üppigen Vogelwelt und neben all den anderen Tieren, die durch das Camp kommen. Am Ende eines langen und anstrengenden Tages lehnen wir uns zurück, genießen den faszinierenden Sonnenuntergang mit einem adäquaten ‚Sundowner‘, sehen den Tag der Nacht weichen und beobachten von der Feuerstelle aus die Sterne, während die Geräusches des Buschs die Nacht erfüllen.”

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Wir danken Nancy und Neil für diesen anregenden Bericht vom neuen Mitglied in der RPS-Familie und können es kaum erwarten, das neue Camp Kuthengo nach seiner Fertigstellung zu besuchen. Viel Erfolg.

So, das war es für diese Woche. Ich muss mich beeilen, doch keine Sorge, nächste Woche gibt es jede Menge anderer Geschichten. In der Zwischenzeit wünsche ich Euch viel Freude und Anlaß zum Lachen, achtet aufeinander und herzliche Grüße.

 

 

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