Es ist Montag 9 April 2018 und Aprilscherze.

Ich hoffe Ihr seid alle wohlauf nach einem schönen Wochenende. Hier im Luangwatal wurden wir von den Tieren nicht zum Narren gehalten, sondern ganz im Gegenteil, wir haben tatsächlich phantastische Unterhaltung von der Tierwelt geboten bekommen.

Zwar war unsere Auslastung hinsichtlich der Gästezahl etwas geringer als über Ostern, doch das hat keinerlei Einfluss auf die Tiere gehabt, die uns dennoch mit vielen Begegnungen verwöhnt haben. Wenn sich auch die eine oder andere Beobachtung von Tieren darauf beschränkte, dass sie nur faul im Busch herumlungerten, so sei dennoch festgehalten, dass auch mit einem solchen Erlebnis nichts verkehrt ist. Was also meine ich damit … ja zum Beispiel Wild Hinde, die wir in der letzten Woche fast jeden Tag gesehen haben, wenn auch nur ein einziges Mal während einer entsetzlich schief gegangenen Jagd, ansonsten lagen sie immer nur im Schatten und genossen die jetzt trockenen Tage.

Dann das große Löwenrudel, das wir hier regelmäßig sehen, und das seinen Standort in die Region jenseits des Flusses gegenüber von Nkwali verlegt hat. Das Rudel besteht aus 8 Löwinnen, 3 Jungen und natürlich unseren lokalen Berühmtheiten Ginger und Garlic. Doch auch die liegen die meiste Zeit nur herum ohne jede Aktivität zu zeigen, wobei Julius ihnen kürzlich während einer Wanderung begegnete, als sie selbst gemütlich unterwegs waren, was dann natürlich eine wunderbare Begegnung für alle Teilnehmer war.

Ihr seht also, dar April hat es gemächlich angehen lassen, und so will ich von ein paar Tieren berichten, die sich aktiver zeigten. Wenn nichts mehr geht, dann können wir uns in aller Regel auf die Elefanten verlassen. Auch wenn die nur ihrem normalen Alltagsgeschäft nachgehen, macht auch dies immer große Freude bei der Beobachtung, besonders natürlich wenn Junge dabei sind, die versuchen herauszufinden, was sie mit ihrem Rüssel anfangen sollen. Die Nimmersatt-Störche machen auch das Beste aus der zunehmenden Trockenheit und dem rückgehenden Wasserstand, da mehr und mehr Wasserflächen und Lagunen, die in der Regenzeit geflutet waren, jetzt austrocknen und damit pünktlich zur Brutzeit der Vögel ideale Fischerbedingungen bieten.

Auch Leoparden sehen wir nahezu täglich, aber im Gegensatz zum Gesagten über die vielen Müßiggänger im Busch sind sie meist im Busch unterwegs, obwohl es der Wunsch jedes Gastes ist, gerade einen Leoparden bei der Ruhepause in einem Baum sehen zu können.

Und nun noch zu einer Sichtung, die fast untergegangen wäre und mir erst bekannt wurde, als ich heute Morgen mit Kiki zusammensaß und wir uns darüber unterhielten, was die Guides so alles zu berichten hätten. Als ich ihn danach fragte, ob wir denn vergangene Woche nicht auch eine Begegnung mit Honigdachsen gehabt hätten, berichtete er von einer solchen Sichtung bereits vor mehreren Wochen. Es sei atemberaubend gewesen. Er war auf dem Weg zur kleinen Brücke, wo er die Anlegestelle im Park erreichen wollte, als ein Honigdachs auftauchte mit einem kleinen Krokodil im Maul! Das Krokodil war mit seiner Länge von etwa 50 cm durchaus in der Lage, andere Tiere zu verletzen. Ich meinte das sei ja phantastisch und warum ich davon nicht schon früher gehört haben würde, weil das ja wohl absolut aufregend und einzigartig sei und ich kaum meinen Ohren traute. Kiki entschuldigte sich, dass er das nicht schon früher erwähnt hatte. Er wollte wohl warten, bis mal eine Zeit mit lediglich wenig spannendem Stoff gekommen sei und er mit dieser Geschichte keinem anderen Ereignis die Show stehlen wollte!!!

Ach ja, dann muss ich noch erzählen, dass ich mich ordentlich geirrt habe, als ich kürzlich voller Zuversicht das Ende der Regenfälle verkündete. Wir hatten gerade die Abdeckungen der Badezimmer in Nkwali entfernt und bereiteten die Transfers nach Nsefu und Tena vor, um auch dort die Camps für die nächste Saison vorzubereiten. Tatsächlich aber war das Wetter von da an wie verhext und es regnete seit meiner Ankündigung beinahe täglich! Jetzt aber wird es zunehmend kühler, so dass nun wahrscheinlich wirklich die letzten Niederschläge vor der Trockenheit durchgezogen sind — ich werde Euch auf dem Laufenden halten, denn es wird jetzt höchste Zeit für mich, die Kamera zu entstauben und schleunigst die einzelnen Camps aufzusuchen. Bevor ich aber davon berichte, verlasse ich Euch für den Rest des Montags und wünsche Euch eine wunderbare Woche mit viel Anlass zu Freude und Lachen.

 

 

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