Es ist Montag 2 Juli 2018 und ein Blick nach Stanley

Ich hoffe, es geht euch allen gut und Ihr blickt auf ein wundervolles Wochenende zurück. Wir hier im Tal sind vollauf mit unseren zahlreichen Gästen beschäftigt, unternehmen viele Pirschfahrten im Park und können so von herausragenden Naturbegegnungen berichten. Diese Woche werden wir jedoch vom Team der Stanley Safari Lodge in Livingstone hören, wo der Betrieb ebenso auf Hochtouren läuft:

“Es steht außer Zweifel, dass all die Niederschläge, die flussaufwärts gefallen sind, irgendwann auch hier ankommen. Der mächtige Sambesi erreicht denn seinen Höchststand und bietet ein eindrucksvolles Bild. Seine Pegelstände waren höher als viele Jahre zuvor. Nach langer Trockenperiode lächelte der Geist von NyamiNyami aus der Karibaschlucht endlich wieder. Im April und Mai hatte der Fluss seinen höchsten Stand erreicht und eine enorme Gischtwolke stand permanent über den Victoriafällen. Zu jener Zeit fallen golfballgroße Regentropfen, und alle Besucher sind in kürzester Zeit bis auf die Haut durchnässt. Zugleich ist das die Zeit der klaren Winterhimmel. Und die Gischtwolke über den Fällen ist noch kilometerweit entfernt zu sehen.

Mit dem fallenden Pegelstand ab Juni können dann viele Aktivitäten wieder aufgenommen werden, da der Fluss jetzt als “nicht mehr so wütend” angesehen wird. Wildwasser-Rafting beginnt in der letzten Juniwoche und Livingstone Island öffnet sich zur gleichen Zeit. Ein untrügliches Zeichen, dass die Hauptsaison bevorsteht. Während zur Hochsaison die sonst übliche Hektik herrscht, scheint das Geschäft in diesem Jahr noch mehr als den üblichen Besucherstrom auszulösen. Unser Nachbar Simbabwe entwickelt sich hinsichtlich der Besucherzahlen erkennbar positiv. Ein Großteil der mit dieser Entwicklung einhergehenden Betriebsamkeit konzentriert sich unmittelbar entlang der Flussfront. Für uns im Hinterland ist der ruhigere Blick auf den mächtigen Sambesi weitaus attraktiver. Und das bis zu uns dringende tiefe Grollen der Viktoria Fälle im Hintergrund hören wir als ein echtes afrikanisches Wiegenlied.

Die zurückliegende Nebensaison mit nur wenigen Gästen konnten wir für Interna nutzen. Christelle und Josh verließen uns, um ein Resort im fernen Vietnam zu führen, und mit Jonathan und Sylvia Aldous stießen neue Manager zu uns. Ihr Ursprung liegt bei den Aldous’ von Underberg in Südafrika. Sie bringen eine lebenslange Erfahrung im Hotel- und Gastronomiebereich mit sich. Als erstes haben sie sich der Herausforderung gestellt, die meisten jener Aktivitäten selbst zu erleben, die wir anbieten, damit sie wissen, worüber sie reden, wenn Gäste fragen. Die Armen, aber jemand muss es ja tun!!! Außerdem hat das Schwimmbad einige kleinere Reparaturen erfahren und verliert kein Wasser mehr an den durstigen Kalahari-Sand. Sylvia hatte sich mit einigen Änderungen Inneneinrichtung beschäftigt.

Traditionsgemäß feierten die Tonga-Leute kürzlich die Lwiindi-Gonde-Zeremonie (Regen- und Erntefest) auf übliche Weise. Dazu gehören neben erheblichem Bierkonsum schöne Tänze und eine allgemein ausgelassene Stimmung – wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt. Dies ist auch die Zeit, in der sich die Stammesführer in traditionellen Gewändern und mit den hergebrachten Insignien versammeln. Ermutigende Reden werden gehalten, und große Mengen Bier angeboten, um die Geister für die Gunst ergiebiger Regenfälle und Ernten zu beschwören.”

So, das war es für diese Woche. Wie Ihr seht ist allerorten viel los und es gäbe noch viel mehr zu berichten, doch ich will ein paar Geschichten zurückhalte, um Euch auf die Folter spannen. Ich wünsche Euch eine schöne Woche mit viel Grund zur Freude und zum Lachen und vergesst nicht aufeinander Acht zu geben.

 

 

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